OTTO BUCHEGGER ERZÄHLT

Vor vielen Jahren hat mir ein dankbarer Leser der Praxilogie 100 DM geschickt. Er fand meine Tipps so gut. Ich war darüber nicht nur überrascht, sondern auch außerordentlich erfreut. Erstens, dass dies jemand macht und zweitens auch über die Höhe, die wesentlich mehr als Trinkgeld war.

In der Folge habe ich das gute Vorbild nachgemacht und auch selbst Menschen (nicht Organisationen), die mir oder anderen Gutes tun 100 DM und später 100€ überwiesen. Es waren vor allem die Ehrenamtlichen oder nicht gut bezahlten Kursleiterinnen, die sich für Senioren einsetzten. Wichtig war mir, dass damit ihre Arbeit, aber auch die Kultur, die sie vertreten, konkrete Anerkennung bekommt.

Sie alle hatten zwar selbst eine sichere, finanzielle Lebensgrundlage, aber dennoch war der kleine, zusätzliche Kick offenbar auch für sie motivierend, wie ich aus den Reaktionen schließe.

Die Corona Seuche hat nun vieles verändert. Alle meine organisierten Freizeitaktivitäten sind vorübergehend gestoppt worden. Aber meine Einstellung hat sich dadurch noch nicht dauerhaft verändert.


„Großzügigkeit verhilft zu Ansehen“. Johann Nepomuk Nestroy (1801 – 1862), österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor
„Großzügigkeit verhilft zu Ansehen (ist aber nicht billig)“ stand auf einem Poster im Büro eines meiner Managerkollegen. Es hat gut zu ihm gepasst.

Einmal 100 Euro sind für einen gutverdienenden Menschen leicht entbehrbar. Aber für jemanden, der regelmäßig sein Konto überziehen muss, ist es viel Geld. Also kann das Geben leicht fallen und das Nehmen eine große Erleichterung sein.

Wer 100 € spendet, wird dazu auch Vorstellungen entwickeln. Würden nur 10 das Gleiche tun, wären es schon 1.000 €, bei 100 Spendern immerhin 10.000 €. Das unterstreicht doch die Motivation, es selbst auch zu versuchen oder sich einem anderen anzuschließen!

100 € war übrigens vor Corona auch mein monatliches Sozialbudget, wie ich es nannte. Das heißt, ich konnte damit täglich jemanden zu einem Kaffee einladen oder einen Straßenmusiker beschenken. Ob es eine gute Investition war, will ich nicht entscheiden. Aber ich hatte oft interessante Gesprächspartner und habe viele gute Tipps bekommen.

Das Schenken von Geld muss leicht sein, es darf nicht beleidigen und soll daher auch diskret geschehen. Eine Banküberweisung ist sicher diskret, aber für mich persönlich – der ich schlecht kleine Ziffern sehe – eine schwierige Transaktion.

Zum Glück aber gibt es seit einiger Zeit Paypal. Seine Erfinder haben hier alles richtig gemacht. Das Registrieren ist einfach, die Überweisung per E-Mail ebenfalls einfachst. Ich motiviere daher alle, es auch zu verwenden. Leider meist erfolglos (wie übrigens auch meine Vorschläge Twitter zu verwenden). Da sitzt das Misstrauen in Deutschland tief. Vielleicht ist aber auch die Angst keine Spenden absetzen zu dürfen. Mich trifft dies nicht, ich setze ohnehin keine Spenden ab.

Um Geldgeschenke zu vermeiden, werden oft Gutscheine eingesetzt. Ich selbst würde dies als Belastung empfinden. Aber die Menschen sind verschieden. Und meine Ansichten über Geldgeschenke muss ja nicht jeder teilen.

Besser mit PayPal gratulieren! Ein angemessener Betrag zwischen 5 (ein Drink), 10 (ein Ebook oder Blumenstrauß) oder 20 Euro (eine Essenslieferung) und ein kurzer Gruß. Ist persönlich und gut für die Umwelt. Gut, weil keine Karten, keine Briefmarken, keine Verpackung, kein Anstellen bei der Post. Alles aufgewendete Geld kommt beim Empfänger an. Und wenn der kleine Betrag nicht gleich ausgegeben wird, so kann man ihn beliebig lange aufheben und auch für jeden anderen Zweck verwenden.

Mein Tipp zum Schluss: Fragen Sie doch einfach kreative, tüchtige und sympathische Menschen nach ihrem Paypal Konto. Musiker, Tänzer, Maler oder Schauspieler zum Beispiel. Sie würden ihnen gerne unkompliziert einige Euros schenken. Bisher hat dies ganz gut geklappt. Mein eigenes Paypal Konto ist tuebingen@gmail.com. Man kann übrigens auch nur einen oder zwei Euro überweisen, um das System zu testen.

2 €

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